Die Isar als Fotoprojekt

1405__2859… ich kenne sie an vielen Stellen und seit über 30 Jahren. Ich bin an ihr entlang gelaufen, wo sie entspringt, und dort, wo sie als Kanal gebändigt hätte werden sollen…. Sie ist „mein“ Fluß.

Seit der Teil zwischen Großhesseloher Brücke und Deutschem Museum renaturiert wurde, tobt dort an ihr der Bär.

An den Wochenende entern Schlauchboottouristen sie, bepackt mit Bierträgern, sonstigem Alkohol, Grillzubehör und Gettoblaster, von Geretsried bis München Stadt. An solchen Tagen dient sie als Art Dauerokoberfest zu Wasser.

An manchen Stellen des Isartals ertönt der Schlachtruf: „Nieder mit den Vogelbrutschutzgebieten“, dann landen Schlauchboote an Kiesbänken an, und feiern Party, bei Grillfeuer, Bier und lauter Musik. Weiter unten lautet der Schlachtruf, „niederpflügen“, und Schlauchboote nehmen Kurs auf die Schwäne, die dort theoretisch das ganze Jahr über leben.

Es gibt diverse Initiativen die das Eine wie das Andere eindämmen wollen, was ich keine schlechte Idee finde.

München’s OB überlegte zuletzt, ob er nicht für ein paar Tage die Müllabfuhr rund um den Flaucher einstellt, weil den Müllmassen nicht mehr beizukommen ist. Plakate und Initiativen helfen nichts, auch nicht die grausligsten Bilder von Müllbergen und Rauchschwaden, sobald die Sonne zum Grillen einlädt.

An hochfrequentierten Tag, wird der Grünstreifen zwischen Kiesbank und Fußweg, auf Höhe des Tierparks zur öffentlichen Toilette, dass dort auch Dixiclos stehen, die glattweg übersehen werden, ist sicher der Kurzsichtigkeit so mancher geschuldet, die ihre Brille zu Hause liegen ließen… es gibt auch Tage, an denen sich auf den Parkbänken Menschen niederlassen um akkurat diesem Treiben zuzusehen.

Es gibt inzwischen viele Möglichkeiten, sich die Zeit an der Isar zu vertreiben, die auf vielfältige Weise genützt werden.

Das Treiben rund um den Flaucher, war immer schon Thema an dem sich die Geister schieden. Inzwischen erstreckt sich die Partymeile von der Großhesseloher Brücke bis zum Deutschen Museum, und die Auswüchse werden immer drastischer.

Mein Fotoprojekt Isar ist wie nebenbei aus dem bemühen entstanden, Stellen und Wege zu finden, wo die Isar, die Isar blieb, die ich kenne und mag.

Selbstverständlich gibt es keine Ortsangaben zu den Fotos, die nicht unmittelbar in der Stadt entstanden. Diese Stellen sollen bleiben wie sie sind. Wer sie entdecken möchte, macht sich am besten zu Fuß auf den Weg und vertraut seinem eigenen Navi im Kopf;)

München, im August 2015

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